Gleitende Durchschnitte

Welcher gleitende Durchschnitt ist der Beste?

Gleitende Durchschnitte werden im Trading sehr oft eingesetzt. Die Vielfalt ist fast unendlich. Doch, welcher gleitende Durschnitt ist am besten?

Gleitende Durchschnitte
Erfolgreich Traden!

Ausgangslage:
Die gleitenden Durchschnitte werden oft zur Trendbestimmung eingesetzt. Dies ist einfacher, als die Hochs und Tiefs zu zählen wie beispielsweise in der Markttechnik.
Sehen wir uns doch einmal den Chart eines bekannten Index an.

Gleitende Durchschnitte
Abbildung 1: Tageschart SP500

Die rote Linie beschreibt einen SMA mit Periodenlänge 200. Bei der blauen Linie handelt es sich um einen EMA mit Periodenlänge 200. Trotz gleicher Periodenlänge sehen die Durchschnitte im Chart nicht gleich aus. Dies hat mit der Berechnungsmethode zu tun.

SMA: Simpel Moving Average
Ein Simpel Moving Average summiert alle Werte und teilt diese Summe durch die Anzahl Werte. Alle Werte werden mit dem gleichen Gewicht in die Berechnung miteinbezogen.

Formel:
SMAt = (Ct + Ct-1 + Ct-2 + … + Ct-n+1)/n

EMA: Exponential Moving Average
Beim Exponential Moving Average sieht die Geschichte etwas anders aus. Die einzelnen Werte werden unterschiedlich gewichtet. Aktuelle Werte erhalten ein höheres Gewicht als ältere Werte. Daraus könnte man ableiten, dass neue Zahlen wichtiger sind, als Werte, die schon länger zurück liegen.

Formel:
EMAt = EMAt-1 + (SF*(Ct-EMAt-1))
EMAt = aktueller Wert des exponentiellen GD SF = Wertungsfaktor, wobei 2/(n+1) den gebräuchlichsten Wertungsfaktor darstellt.

Unterschied
Wie man in der Grafik sieht, hat der EMA die Tendenz, sich schneller zu verändern. Dies kann man beobachten bei kleinen wie auch grösseren Perioden.
Natürlich gibt es noch viele weitere Durchschnitte, die beim Trading angewendet werden können. Die Liste der Indikatoren ist fast unendlich (Bsp: SMA, EMA, WMA, KAMA, DEMA, TEMA). In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass die Wahl des gleitenden Durchschnittes nicht entscheidend ist, sondern wie man in anwendet.

Gleitende Durchschnitte
Abbildung 2: Tageschart SP500 mit SMA10 und EMA10

Einsatzmöglichkeiten
Langfristig:
Gleitende Durchschnitte mit grosser Periodendauer sind gut dazu geeignet, ein Trendverhalten anzuzeigen. Oft verwendet wird z.B. EMA100 oder EMA200. Damit die daraus erzeugten Signale nicht zu stark schwanken, empfiehlt es sich, auf die Steigung des EMA’s zu achten. Oft kann man auch beobachten, dass sich ein Trend im Bereich des EMA200 Unterstützung holt, bevor er sich wieder fortsetzt.

Kurzfristig:
Für Reversionssystem hat sich bewährt, ein SMA mit kleiner Periodendauer einzusetzen. Dies kann z.B. ein SMA5 oder SMA10 sein.

Welcher gleitende Durchschnitt ist besser?
Es ist fast wie beim Kauf eines Autos: Kaufe ich mir ein Familienauto oder leiste ich mir den lang ersehnten Ferrari? Wie so oft kommt es auf unsere Erwartungen und Ziele an. Daher werde ich den gleitenden Durchschnitt wählen, der mich für meine Art von Trading am besten unterstützt.

Fazit:
Ob ich nun eine SMA oder EMA als gleitenden Durchschnitt auswähle, ist eher eine Glaubensfrage. In der Praxis haben sich beide bewährt.

Einen gleitenden Durchschnitt mit grosser Periodendauer setze ich ein als einfachen Trendfilter. Ob ich dabei eine Periodenlänge von 100, 150 oder 200 verwende, ist in den meisten Fällen nicht matchentscheidend. Viel wichtiger ist, den Trendfilter konsequent einzuhalten, wenn die Strategie dies verlangt.
Als Signalgeber für Reversionssysteme ist ein gleitender Durchschnitt mit kleiner Periodendauer besser geeignet.

Trade immer mit Leidenschaft und Verstand, dann hat dein Erfolg Bestand!

Erich

Ich bin Trader und Coach und zeige Menschen die Wege zur finanziellen Freiheit.

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